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Deutsches Staatstheater Temeswar
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12. November 2023 19:00 (Spielzeit 2023-2024)
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Sonntag, 12. November 2023 19:00-21:00, mit Beginn in der Großen Synagoge (Vasile Adamache Straße 4) und Fortsetzung im Saal des Jüdischen Staatstheaters Bukarest

Sidy Thal

von Thomas Perle & Clemens Bechtel –– Inszenierung: Clemens Bechtel (a. G.)
Koproduktion mit Jüdischen Staatstheater Bukarest

Übertitelung: RO/DE/EN

Altersbeschränkung: 12+



Sehr geehrte Zuschauer,

angesichts der jüngsten Ereignisse in Israel wird der erste Teil der für den 2. Dezember 2023 geplanten Aufführung Sidy Thal von Thomas Perle und Clemens Bechtel, in der Inszenierung von Clemens Bechtel, aus Sicherheitsgründen von der Innerstädtischen Synagoge (Mărășești-Straße 6) in den Malersaal (Mărășești-Straße 2) verlegt.

 

Der neue Treffpunkt für das Publikum wird der Eingang zum Kulturpalast in der Mărășești-Straße 2, neben der Kasse des Nationaltheaters “Mihai Eminescu”, sein. Die Veranstaltung beginnt um 19:30 Uhr.

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Am 26. November 1938 explodierten während eines Gastspiels der jüdisch-bukowinischen Sängerin Sidy Thal und ihres Ensembles am Temeswarer Theater zwei Handgranaten im Saal. Ein antisemitischer Anschlag, verübt von der rechtsextremen nationalistischen Eisernen Garde, bei dem vier Menschen starben und siebzig verletzt wurden.

Ein Ereignis, kaum bekannt in der Stadt Temeswar/Timișoara, Europäische Kulturhauptstadt 2023, das Dramatiker Thomas Perle und Regisseur Clemens Bechtel mit Hilfe von Maria Mădălina Irimia vom Wilhelm-Filderman-Zentrum für das Studium der Geschichte der rumänischen Juden erforschten und daraus ein dokumentarisches Theaterstück kreierten.

Was ist wahr? Was geschehen wirklich? Es ist ein Versuch der Rekonstruktion des Anschlags und der damaligen Zeit, in der Antisemitismus und Faschismus zum Alltag einer multikulturellen Gesellschaft wurden und die zum Schrecken des Zweiten Weltkriegs und der Shoa führten.

SIDY THAL ist die erste Kooperation zwischen dem Deutschen Staatstheater Temeswar und dem Staatlichen Jüdischen Theater Bukarest.

Ein mehrsprachiges Werk in jiddischer, deutscher und rumänischer Sprache.


Übertitelung: RO/DE/EN

Altersbeschränkung: 12+


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Das Projekt ist Teil des nationalen Kulturprogramms Temeswar - Europäische Kulturhauptstadt 2023. Die Finanzierung erfolgt im Rahmen des Programms OverBorder Culture+, das vom Zentrum für Kultur und Kunst des Kreises Timiș durchgeführt wird. Die staatlichen Mittel stellt das Ministerium für Kultur zur Verfügung. 


Das Projekt wird in Partnerschaft mit der Abteilung für interethnische Beziehungen der rumänischen Regierung organisiert.

Premiere: 4. November 2023 19:30
Dauer: 02:00

Besetzung

Sidy Thal / C. Codreanu
Enikő Blénessy
Viorica Predica (a.G.)
Maia Morgenstern (a.G.)

F. Ghedeon / Schauspielerin
Silvia Török
Katia Pascariu (a.G.)

Eine Billeteurin / Stimme
Daniela Török

Zelma
Olga Török

Elisabeth
Oana Vidoni

Stimme
Radu Brănici

I. Popa
Rareș Hontzu
Mircea Dragoman (a.G.)

P. Fleschin
Mihai Prejban (a.G.)
Richard Hladik

Ensemble von 'Motl der Kantorssohn' von Scholem Alejchem und Stimmen im Audiowalk 

Enikő Blénessy

Viorica Predica (a.G.)

Maia Morgenstern (a.G.)

Silvia Török

Katia Pascariu (a.G.)

Daniela Török

Olga Török

Oana Vidoni

Radu Brănici

Rareș Hontzu

Mircea Dragoman (a.G.)

Richard Hladik

Mihai Prejban (a.G.)

Isolde Cobeț



Instrumentalisten: 

Serena Voaideș (a.G.)

Alina Talianu (a.G.)

Mihai Pintenaru (a.G.) 


Inszenierung
Clemens Bechtel (a.G.)

Bühne und Kostüme
Șteff Chelaru (a.G)
Ioana Groza (a.G.)

Musik
Dan Simion (a.G.)

Dokumentation
Maria Irimia (a.G.)

Dramaturgische Mitarbeit
Dan Druță (a.G.)

Regieassistenz
Isolde Cobeţ

Maske
Bojita Ilici
Aurora Spasinovici (a.G.)

Inspizient
Ovidiu Radu
Aurel Cristea (a.G.)

Aufnahmen für den Audiowalk & Video-Design
Alex Halka (a.G.)

Musikalische Vorbereitung
Roxana Ardeleanu (a. G.)

Pressestimmen

Die Regie von Clemens Bechtel bietet Eleganz und vermeidet Überbetonung, ohne jedoch auf die Beschwörung von Verantwortung und die Abgrenzung von Gut und Böse zu verzichten. Es besteht kein Bedarf an ultra-pathetischen Ansätzen und auch nicht an Relativierungen, wie sie in späteren Jahren in Mode waren. Der Holocaust war eine der größten Tragödien der Menschheitsgeschichte. Punkt. Seine Entstehung wurde durch eine Reihe von Ursachen ermöglicht, die eine individuelle Verantwortung / Feigheit nicht ausschließen, deren Ignoranz / Verharmlosung zu einer Wiederholung der unheilvollen Ereignisse führen kann. Aus diesem Grund ist Codreanu Sidy Thal so ähnlich. Denn es ist nie leicht, die Saat des Bösen zu erkennen. Deshalb steigt Codreanu unter uns auf und ab und verschlingt mit Genuss, während er erklärt, er sei im Hungerstreik und mit der Aura eines segnenden Heiligen in die Menge posiert. Denn sein Wesen hat nichts mit Göttlichkeit und alles mit Menschlichkeit zu tun. 


Mihai Brezeanu



https://agenda.liternet.ro/articol/28195/Mihai-Brezeanu/Trecutul-e-azi-Sidy-Thal.html?fbclid=IwAR3BRQvF5y9lpQywNkMmo2BP2qElA5JMAU-9562cdBJ51IWhAbsKiUnDHLM

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