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Deutsches Staatstheater Temeswar

Das Odin Theater und das Theaterkollektiv Motus beim Festival Eurothalia

11. Oktober 2017

Das vom Deutschen Staatstheater Temeswar (DSTT) veranstaltete Europäische Theaterfestival Eurothalia lädt ein

zur Meisterklasse „Denken in Handlungsabläufen”, mit Eugenio Barba & Julia Varley

am Donnerstag, dem 12. Oktober 2017, von 10 bis 13 Uhr und von 15 bis 18 Uhr, im Saal des Militärkasinos Temeswar,

zur Arbeitsvorführung „Das Echo des Schweigens”, eine Produktion des Odin Theaters (Dänemark)

am Donnerstag, dem 12. Oktober 2017, um 18 Uhr 30,
im Studiosaal des Ungarischen Staatstheaters Temeswar „Csiky Gergely”

und zur Vorstellung „MDLSX”, eine Produktion des Theaterkollektivs Motus (Italien)

am Donnerstag, dem 12. Oktober 2017, um 21 Uhr,
im Saal des Deutschen Staatstheaters.



Die Meisterklasse „Denken in Handlungsabläufen” ist ein Workshop für die Temeswarer Schauspieler. Er befasst sich mit den unterschiedlichen Organisationsformen einer Theatervorstellung und stützt sich dabei auf Aspekte der Theateranthropologie wie: Bewegung und Aktion, statische und dynamische Bewegungslosigkeit, Energie im Raum und Energie in der Zeit, Montagetechnik, Dramaturgie des Spielleiters, Dramaturgie des Schauspielers, die Wahrnehmung des Regisseurs und die des Zuschauers.

„Das Echo des Schweigens” ist eine Arbeitsvorführung, bei der die Wandlungsfähigkeit der Stimme eines Schauspielers und die Kunstgriffe gezeigt werden, mit denen ein Text „interpretiert“ wird. Die Stimme des Schauspielers und der Text, der dem Zuschauer vorgestellt wird, machen die Musik einer Aufführung aus. Im Theater, das von Codes, wie wir sie aus der Musik kennen, scheinbar frei ist, muss der Schauspieler ein Labyrinth von Regeln, Bezügen schaffen, er muss diesen folgen oder sich ihnen widersetzen, um einen persönlichen Ausdruck zu erlangen und um seine eigene Stimme erkennen zu können. „Das Echo des Schweigens” berührt einige Momente dieses Prozesses und ermöglicht es der Wahrnehmung des Zuschauers, anhand der Technik hinter dem Schauspieler die Person und hinter der Stimme das Schweigen zu erahnen.

Die Aufführung „MDLSX” in der Regie von Enrico Casagrande und Daniela Nicolò wurde auf Festivals in zahlreichen Ländern gezeigt, darunter in Italien, Norwegen, in den Niederlanden, Frankreich, in Brasilien, in der Schweiz, in Deutschland und in Taiwan. „MDLSX” ist eine explosive und faszinierende Hymne auf die Selbstbestimmung, auf die Vermischung der Geschlechter und die Überwindung der Grenzen, die uns durch unseren Körper, die Hautfarbe, die Geschlechtsorgane, durch Ethnie oder Staatsangehörigkeit gesetzt sind. „MDLSX” will alle Kategorien, auch die ästhetischen, sprengen. Nachdem Silvia Calderoni ein Jahrzehnt lang der Kompanie Motus angehörte, unternimmt sie nun eine „skandalöse“ Theaterreise, wobei sie sich für das Format eines exzentrischen DJ/VJ entschied. Während sich Fiktion und Autobiografie überschneiden, bewegt sich „MDLSX” zwischen Unbehagen der Geschlechter und Geschlechteraufweichung.

Andreea Andrei
Künstlerische Beraterin

Fotos: Aufnahmen aus „Das Echo des Schweigens” und „MDLSX”. Sie stehen den Massenmedien, auch den digitalen, sowie zu Werbezwecken zur freien Verfügung.

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