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Deutsches Staatstheater Temeswar

Das Odin Theater und die Gruppe Ultima Vez zum Abschluss des Festivals Eurothalia

12. Oktober 2017

Das vom Deutschen Staatstheater Temeswar (DSTT) veranstaltete Europäische Theaterfestival Eurothalia geht zu Ende mit

dem Workshop „Gemeinschaftsbildung”

am Freitag, dem 13. Oktober 2017, um 11 Uhr

im Studiosaal des Ungarischen Staatstheaters Temeswar „Csiky Gergely”,

und mit den Aufführungen „Ave Maria”, eine Produktion des Odin Theaters (Dänemark),

am Freitag, dem 13 Oktober 2017, um 19 Uhr,

im Saal des Deutschen Staatstheaters Temeswar,

sowie „Gegen Wunsch und Willen”, eine Produktion der Gruppe Ultima Vez (Belgien),

am Freitag, dem 13. Oktober 2017, um 21 Uhr,

in der Industriehalle SC Hydromatic Sistem SRL.

„Gemeinschaftsbildung” ist ein Workshop mit Eugenio Barba und Julia Varley vom Odin Teatret, der auf eine Initiative einer Gruppe des Vereins Temeswar 2021 zurückgeht, die sich mit dem Engagement des Publikums befasst. Das Odin Teatret rief vor 25 Jahren ein Stadtfestival ins Leben, an dem sich zahlreiche Gruppen von Bürgern, Künstler, Schulen und Institutionen beteiligen. Das Holstebro Festival findet halbjährlich statt. Dieses Modell der Beteiligung einer Gemeinschaft dient Temeswar 2021 in den kommenden Jahren als Beispiel. Zu Beginn des Workshops werden einige Kurzfilme über die Geschichten hinter den Kulissen des Holstebro Festivals gezeigt, worauf ein Gespräch mit Eugenio Barba und Julia Varley folgt, das Chris Torch, der künstlerische Leiter des Vereins Temeswar 2021, und Simona Neumann, Geschäftsführerin des Vereins, moderieren.

„Ave Maria” ist eine Aufführung in der Regie von Eugenio Barba, in der sich die britische Schauspielerin Julia Varley an ihre Begegnung und die Freundschaft mit der chilenischen Schauspielerin Maria Cánepa erinnert. Der Tod selbst feiert die kreative Fantasie und die Hingabe Marias, der es gelang, eine Spur zu hinterlassen.

Der Choreograph, Theater- und Filmregisseur Wim Vandekeybus gründete 1984 die Gruppe Ultima Vez. Doch selbst nach drei Jahrzehnten des Schaffens ist Vandekeybus weiterhin auf der Suche nach neuen Ausdrucksmitteln. Spannung und Konflikt, der Gegensatz zwischen Körper und Geist, Risiko und Impuls, Körperlichkeit, Leidenschaft, Intuition, Instinkt sind Elemente, die in seinen Werken immer wiederkehren. Vandekeybus ist unter anderem mit dem Preis für den wichtigen Beitrag zum zeitgenössischen europäischen Tanz, für seine Grenzen der einzelnen Sparten überschreitende Arbeit, für sein soziales und kulturelles Engagement, mit dem Evens-Art-Preis und mit dem Keizer-Karel-Preis der belgischen Provinz Ostflandern ausgezeichnet worden.

Vandekeybus traf die radikale Entscheidung, die Produktion „Gegen Wunsch und Willen” nur mit Männern zu besetzen. Er hatte Erfolg damit, die Aufführung wurde weltweit eine Sensation. Mit nur wenigen theatralischen Mitteln gelang es Vandekeybus, schwierige Themen mittels großartiger Bilder zu gestalten. Bekannte Traum- und Sehnsuchtsbilder werden von ihren psychoanalytischen Klischees befreit und fließen in die spektakuläre und poetische Sprache des Tanzes der Kompanie Ultima Vez ein. Die Vorstellung schöpft ihre Kraft aus der organischen Symbiose von Tanz, Theater und Film. Die faszinierenden Tanzsequenzen, die von der sinnlichen Tonkulisse David Byrnes unterstützt werden, verwandeln sich zu Monologen über die Angst, über das Bedürfnis nach Sicherheit und die erschreckende Magie des Schlafes.

Andreea Andrei

Künstlerische Beraterin

Fotos: Aufnahmen aus den Aufführungen „Ave Maria” und „Gegen Wunsch und Willen”. Sie stehen den Medien, auch den digitalen, sowie zu Werbezwecken zur freien Verfügung.

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